12. Februar 2015

Steinheimer Unternehmen produziert 770 Kugelhähne für Untergrundspeicher in Sachsen-Anhalt.

Am 19. Mai 2009 gründete die OOO Gazprom Export in Moskau die GAZPROM Germania GmbH in Berlin sowie die Verbundnetz Gas AG, kurz VNG, in Leipzig. Die VNG ist ein Konsortium zum Bau und Betrieb eines Untergrundgasspeichers. Dieses Konsortium sowie die Gazprom Germania GmbH beteiligten sich jeweils zur Hälfte an der kurz zuvor gegründeten Projekt- und Betreibergesellschaft Erdgasspeicher Peissen GmbH in Sachsen-Anhalt.

In der Magdeburger Börde im Bundesland Sachsen-Anhalt werden in einer Steinsalzlagerstätte, dem sogenannten „Bernburger Sattel”, zehn Kavernen gesolt, für die Gasspeicherung ausgerüstet und stufenweise in Betrieb genommen. Nach einem Investitionszeitraum von 15 Jahren soll ein nutzbares Speichervolumen von fast 600 Mio. Kubikmeter Erdgas zur Verfügung stehen. Ebenso errichtet wird eine rund 37 Kilometer lange Anbindungsleitung zur Ein- und Ausspeisung des Erdgases JAGAL.

Der neue Untergrundspeicher trägt den Namen „Katharina“. Die Kooperationspartner würdigen damit die russische Zarin Katharina II., die am 2. Mai 1729 als Sophie Auguste Friederike Prinzessin von Anhalt-Zerbst geboren wurde.

Für die Fertigstellung des Speichers werden von der Schuck Group 770 Kugelhähne und 15 Isolierstücke in kürzester Zeit hergestellt – das Gesamtvolumen beträgt rund 4 Mio. € und ist somit in der Umsetzung das größte deutsche Speicherprojekt in 2015. „Dies ist ein großer Vertrauensbeweis in unser Unternehmen“ sagt Nico Schuska, Verkaufsleiter Transport bei der Schuck Group. Hohe Fertigungstiefe ermöglichte es, diesen komplexen Auftrag in dem engen Zeitfenster zu bearbeiten. Die Investition in ein modernes Portalfräswerk hat sich damit schon gelohnt und ist zum richtigen Zeitpunkt erfolgt.

Die neue Speicheranlage wird die Versorgungssicherheit für europäische Erdgaskunden mit Erdgas erhöhen und dem wachsenden Speicherbedarf in Europa Rechnung tragen. Trotz der energiepolitischen schwierigen Lage in Deutschland und Europa – ist es umso erfreulicher, dass in Deutschland ein Projekt dieser Größenordnung umgesetzt wird.





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